Pitfalls – die wahren Gründe warum ca. 70% der (Klein)Anleger ihr Geld verlieren

Die meisten Anleger, Spekulanten und Investoren die sich neu auf das Spielfeld unserer Zeit begeben unterschätzen die heutzutage hohe Anzahl an unseriösen Brokern, Banken und Wettanbietern. Der Investmentmarkt und die Tradingplattformen wachsen unaufhörlich, besonders in diesen Zeiten von Social Media und Co. – Viele Unternehmensgründer aber auch etablierte Anbieter bieten irreführende und falsche Dienste gerne an, besonders bei Neuankömmlingen. Kein Wunder, das Geschäft lohnt sich halt eben. Nehmen wir einen Anbieter wie Plus500. Lesen Sie sich die Rezessionen zu diesem Anbieter durch die sich unzählig im Netz finden lassen. Es ist eine Schande dass ganze Regierungen solchen Anbietern machtlos gegenüber stehen. Viele solcher Anbieter manipulieren durch falsche Anzeigen und falsche Kursdaten IHR eingesetztes Kapital. Besonders bei Devisenspekulationen, also Rohstoffen wie Öl, Baumwolle, Weizen usw. ist hier besondere Vorsicht geboten. Falsche Kursdaten lassen sich nur sehr schwer im Nachhinein nachweisen. Ich habe selber einige Tausend Euro verloren, als ich ,,scheinbar“ immer schlecht laufende Kurse in meinen Devisenspekulationen erhalten hatte. Die Wahrheit sah aber in Wirklichkeit anders aus. Ein bestimmter Anbieter dessen Namen ich jetzt aus rechtlichen Gründen nicht nennen kann, hat bewusste Marktmanipualtionen getrieben und seinen Kunden FALSCHE Werte, Zahlen und Daten übermittelt. Ich konnte quasi nur verlieren. SEIEN SIE DAHER BEI DER WAHL IHRES BROKES BITTE VORSICHTIG UND MISSTRAUISCH.

Marktscheier, Profis und alle die es ,,besser“ wissen

Der zweite Grund wieso so viele Sparer ihr Geld verlieren liegt darin, Tipps und Empfehlungen nach zu laufen. Viele Medienschaffende aber auch Privatpersonen und Berümtheiten machen keinen hehl aus ihren Investitionen oder bewerten und empfehlen bestimmte Unternehmen und Instrumente, ohne seriöse Absichten oder ohne es wirklich besser zu wissen. Eigeninteressen stehen im Vordergrund. Nehmen wir einfach diesen Hype nach sogenannten ETF´s – ((Mit ETFs (Exchange Traded Funds) können Sie einfach und günstig in Aktien investieren und langfristig Vermögen aufbauen. … Ein ETF (engl.: „Exchange Traded Fund”) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise des DAX, abbildet.)) – Ein solches Instrument soll kostengünstig und total ungefährlich sein, weil sie mit einem ETF mit wenig Kapitaleinsatz am gesammten Markt den Sie wählen partizipieren können. (USA = S&P500, Nasdaq100 und Dow30 – Deuschland = DAX30, TecDax – England = FTSE100)) – das sind alles nur Beispiele für Märkte an denen Sie partizipieren könnten, wenn Sie einen solchen ETF für den jeweiligen Markt kaufen. ABER WAS wenn ein solcher Markt wie am 21.02.2020 geschehen einen CRASH erlebt?? (es gibt viele Gründe für einen Crash und diese werden im Laufe der Zeit immer wieder auftreten, das ist völlig NORMAL).

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Wenn Sie am 21.02.2020 während der ersten Coronakrise in einem S&P500-ETF investiert gewesen wären, hätten Sie über zwei Nächte ca. 70% Ihres eingesetzten Kapitals VERLOREN.


„Niemals auf die Marktschreier und Empfehlungen hören, folgen Sie IHRER Intuition und IHRER (kaufmännischen) Erfahrung“


Natürlich kann jetzt der Einwand kommen, dass die Märkte im Laufe der Zeit auch wieder steigen können – und das tun sie auch für gewöhnlich. Aber haben Sie während eines Crashes auch das notwendige Kapital damit Ihr Broker zufrieden ist und nicht mehr SICHERHEITEN während einer solchen Krise von Ihnen will? Wenn Sie wie in diesem Fall nicht in Ihrem Depot mindestens 70 Prozent Rücklagen NEBEN IHREM EINGESETZEN Kapital gebildet haben, wird Ihnen Ihr Broker offene Positionen einfach UNTER VERLUST schließen oder Sie um weitere Geldeinzahlungen bitten. Bei einem Investment von sagen wir $10.000 hätten Sie demnach mindestens noch $7.000 an zusätzlichen Rücklagen im Depot haben müssen. SEIEN SIE DAHER STEHTS AUF DER HUT – dieser Crash hat sich in zwei aufeinanderfolgenden Tagen entwickelt. Sie hätten also in 48h reagieren müssen um eine Schadensbegrenzung zu treiben.

Fehler No. 3 – achten Sie auf den Einkaufspreis !

Viele Spekulanten und Anleger sind sich bewusst darüber, dass man möglichst wenig Geld ausgeben sollte um möglichst hochpreisig zu verkaufen. Überall schauen wir Menschen wirklich auf das Geld. Sei es im Urlaub, bei den Klamotten, beim Auto, beim Friseur oder sonst wo. Selbst beim Essen geizen wir ja sehr häufig, obwohl das natürlich keiner hierzulande wirklich zu geben würde… aber wenn es um den Kauf von Aktien geht, sind meiner Erfahrung nach die meisten Anleger sehr spendabel. Nehmen wir einfach mal die VW-Aktie. Sie dotiert aktuell am 09.Juli 2021 bei 208,25€ an der Börse Frankfurt. In den letzten 5 Jahren lag der Höchststand dieses Papiers bei etwa 237,15€ – der Niedrigststand lag bei 94,13€.

Jetzt mal unabhängig von den Bilanzen, und Fundamentalanalysen etc. die man betrachten kann. Was glauben Sie? Ist das Papier heute noch immer sein Geld Wert und GÜNSTIG? oder sind 208,25€ nicht doch ein etwas hoher Preis verglichen mit 94,13€? Ich denke die Antwort ist klar… nur mal angenommen Sie hätten als ,,Kapitalspekulant“ den Einstieg bei 94,13€ gemacht, dann hätten Sie rund 122% ihres eingesetzten Kapitals gut gemacht – herzlichen Glückwunsch. ABER der Preis wäre natürlich auch hoch gewesen – Sie kaufen ja im Normalfall nicht nur eine Aktie, sondern vielleicht sagen wir Acht oder Achtzig Stücke. Also haben Sie einen Wareneinsatz (um beim kaufmännischen Ausruck zu bleiben) von ca. 700€ oder 7000€ vielleicht.

WAS ABER WENN SIE ZUM BEISPIEL EINE AKTIE FÜR SAGEN WIR $1 gekauft hätten?

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Wir sehen auf diesem Bild ein relativ Unbekanntes Unternehmen. Ocugen Inc. Noch im Januar kostete das Papier etwa einen Dollar. Heute ist es etwa $7 Dollar Wert. Wie hoch ist der Zuwachs bei einem Kapitaleinsatz von sagen wir $700? ca. 700% !

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Natürlich brauchen Sie für einen solchen ,,Fang“ auch einwenig MUT und GEDULT aber vor allem auch GLÜCK. Ich will Ihnen damit nur verdeutlichen, dass die Vorstellung davon, was ein günstiges Papier ist und was nicht auch sehr vom Blickwinkel des Betrachters abhängt. Ist eine Aktie wie beispielsweise Facebook wirklich mit einer Bewertung von über $300 immer noch ein guter Kauf? Das können Sie nur selbst für sich entscheiden. Ich sage Ihnen aber, dass es gerade für Kleinanleger und ehrliche Sparer sicherlich klügere Alternativen gibt. Bedenken Sie immer – IM EINKAUF, NICHT IM VERKAUF – liegt der Gewinn.

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